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Gourmetter-Letter 25-02

Erstellt am 15.02.25

Sauerkraut

Zuhause im Keller lagerten alte Steintöpfe, ein grosser originaler Krauthobel und sogar ein Stecheisen, um den Strunk eines Weisskohls zu entfernen. So entstand die Idee, selbstgemachtes Sauerkraut herzustellen und diese alten Utensilien wieder zum Leben zu erwecken. Sauerkraut ist lange haltbar und überaus gesund – ganz ohne künstliche Zutaten und E-Nummern.
Das Haltbarmachen in Milchsäure ist eine der ältesten Konservierungsmethoden der Menschheit – und das weltweit. Deutschland ist besonders für sein Sauerkraut bekannt, aber auch in Korea wird mit Kimchi eine ähnliche Tradition gepflegt. Dass Sauerkraut als Wintergemüse gilt, hat ebenfalls einen geschichtlichen Hintergrund: Es war nicht nur während der kalten Jahreszeit haltbar, sondern lieferte durch seinen hohen Vitamin-C-Gehalt auch viele Nährstoffe, die Mangelerscheinungen vorbeugten.

Zutaten:

  • Weisskohl
  • Salz
  • Gargefäss und Tuch
  • Geduld

Und so wird’s gemacht:

Vorbereitung des Kohls:

  • Äussere, beschädigte Blätter entfernen und 2–3 grosse Blätter zur Seite legen.
  • Den Kohl halbieren oder vierteln und den Strunk entfernen. Anschliessend in dünne Streifen schneiden oder hobeln.

 

Einlegen in den Gärtopf:

  • Den Boden des Gefässes mit einem der beiseitegelegten Kohlblätter auslegen.
  • Eine Schicht Kohlstreifen einfüllen und kräftig stampfen, bis Saft austritt.
  • Etwas Salz darüber streuen – essenziell für eine erfolgreiche Gärung.
  • Diesen Vorgang schichtweise wiederholen, bis der gesamte Kohl verarbeitet ist. Wichtig: Der austretende Saft sollte den Kohl vollständig bedecken.

 

Abschluss und Gärung:

  • Die oberste Schicht mit einem weiteren Kohlblatt abdecken.
  • Einen umgedrehten Teller darauflegen und mit einem sauberen Stein beschweren, um den notwendigen Druck für die Fermentation zu gewährleisten.
  • Optional können Gewürze wie Wacholderbeeren, Kümmel oder Lorbeerblätter hinzugefügt werden. Ich persönlich bevorzuge ein «Nature-Sauerkraut» und füge Gewürze erst beim Kochen hinzu.

 

Lagerung und Pflege:

  • Das Gefäss mit einem Tuch abdecken und an einem kühlen Ort platzieren.
  • Den Gärprozess regelmässig kontrollieren und den aufliegenden Teller wöchentlich mit heissem Wasser reinigen.
  • Eine mögliche weisse Kahmschicht, die sich durch Mikroorganismen bildet, sollte entfernt werden.
  • Falls der Kohl nicht mehr vollständig mit Flüssigkeit bedeckt ist, mit abgekochter, abgekühlter Salzlake auffüllen.

 

Nach etwa vier bis sechs Wochen ist der Prozess abgeschlossen, und das Sauerkraut kann – am besten gekocht – genossen werden.

Viel Spass beim Probieren! Ich freue mich auf eure Feedbacks.

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